6. Februar 2012
Eröffnung des Pergamon-Palais
Wo einst der bekannte Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) wohnte, der als Professor an der nahe gelegenen Berliner Universität lehrte und 1830 auch deren Rektor wurde, kehren nun die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Humboldt-Universität zurück. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin und der Dekan der Philosophischen Fakultät III, Prof. Dr. Bernd Wegener freuen sich, die neuen Räumlichkeiten im Pergamon-Palais feierlich eröffnen zu können und laden zur Vernissage der Ausstellung "Synchron. Wie Zeit unsere Kultur prägt" ein.
Eröffnung des neuen Pergamon-Palais
Montag, 6. Februar 2012, 16 Uhr
Pergamon-Palais, Atrium Georgenstraße 47
10117 Berlin
Aus Anlass der Eröffnung des Gebäudes findet gleichzeitig die Vernissage zur studentischen Ausstellung "Synchron. Wie Zeit unsere Kultur prägt" statt. Die Ausstellung wurde von über sechzig Studierenden des Instituts für Kulturwissenschaft konzipiert. Der Ausstellungsraum – das Atrium im Pergamon-Palais – wird von vier Kubenensemblen interveniert, die die Bedeutung des Phänomens Synchronisation anhand von Plakaten und Multimediaeinspielungen erläutern. "Man stelle sich vor, alle Menschen stünden zur gleichen Zeit auf, um zur Arbeit zu fahren. Es drohte ein Verkehrsinfarkt. Man sieht, ob zu viel oder zu wenig Gleichzeitigkeit – unsere Kultur ist essentiell auf Synchronisation angewiesen. Sie prägt alle Bereiche unserer Gesellschaft, sei es Verkehr, Medien, Technik, Politik, Wirtschaft oder schlichtweg die menschliche Biologie. Kultur ist nicht möglich ohne Synchronisation", sagt Prof. Dr. Christian Kassung, Direktor des Instituts für Kulturwissenschaft, der die Idee zum studentischen Projekt hatte und sie mit finanzieller Unterstützung durch den Humboldt-Preis für gute Lehre realisiert hat.
Warum Ungleichzeitigkeit die Voraussetzung von Synchronisation ist, wie der Massensynchronismus von Glühwürmchen funktioniert, die als Schwarm im Takt Leuchten, wird dem Besucher ebenso erläutert, wie die unabkömmliche Synchronisation eines Autobahnkreuzes. In der Ausstellung werden insgesamt fünf Bereiche exemplarisch erkundet: Kosmos & Welt, Bildmedien & Technik, Stadt & Verkehr, Körper & Sinne und Arbeit & Gesellschaft.
Humboldt-Universität