Breaking the Silence: Antiracist Student Conference 2022

Ein Symposium der HUG

In dem von der Townhall Initiative der Amerikanistik organisierten Symposium „Breaking the Silence Antiracist Student Conference 2022“ präsentierten 12 Studierende vom 23. – 25 Juni 2022 ihre wissenschaftlich orientierten antirassistischen Beiträge in den Räumen der Humboldt-Universität. Dr. Cedric Essi (Universität Osnabrück) hielt die Keynote-Rede  „A Seat at the Diversity Roundtable: Practicing Critical Race Theory in German American Studies“.

Das Ziel dieser interdisziplinären Konferenz, wo unter anderem die Fachrichtungen Soziologie, Kunstgeschichte, Bildende Kunst, Kulturwissenschaften, Geographie, Philosophie und Politikwissenschaft vertreten waren, war es einen möglichst offenen Raum zu schaffen, in dem Studierende ihre Arbeit zum Thema Antirassismus, dem im universitären und akademischen Kontext meist wenig Anerkennung und Aufmerksamkeit geschenkt wird, vorstellen können. Gleichzeitig spielte der akademische und persönliche Austausch eine wichtige Rolle.

Folgende Fragen wurden von den Sprecher:innen sowie von den 45 Gästen in den anschließenden Diskussionen thematisiert: Wie artikulieren Studierende Fragen zu Rassismus und Antirassismus in ihrer Forschung? Wie wird diese Forschung von Lehrenden gefördert oder gehindert? Wie können wir ein größeres Bewusstsein für Rassismus im akademischen und gesellschaftlichen Raum schaffen? Wie können wir rassistischen gesellschaftlichen und akademischen Strukturen entgegenwirken? Wie kann antirassistische Arbeit für Betroffene heilend sein?

Vom Townhall Team selbst aus ging die Forderung, den eigentlichen strukturellen Problemen entgegenzuwirken, indem antirassistische Theorien nicht nur besprochen, sondern praktiziert werden.

„Die Konferenz bot nicht nur die Möglichkeit, sich an der Akademiker:innenwelt auszuprobieren, sie hat auch einen zwischenmenschlichen Austausch realisiert. Da Anti-Rassismus vor allem für uns BiPoc/rassifizierte Personen sehr persönlich ist, waren die Vorbereitung und Durchführung mit viel emotionaler Arbeit verbunden. Doch es wurde auch deutlich, dass es sich lohnt, das Schweigen um Rassismus zu brechen. Mithilfe der HUG können wir eine Publikation der Beiträge finanzieren, wodurch wir jetzt schon im Studium eine antirassistische, interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft entwickeln können.“

Jessica Walter (Co-Veranstalterin)