Workshop „Koloniale Verflechtungen“

Workshop zu kolonialen Verflechtungen anhand von Aufnahmen aus dem Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin

Mit finanzieller Förderung der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft und des Humboldt Labors war es möglich, einen Workshop zu einer historischen Tonaufnahme aus dem Berliner Lautarchiv durchzuführen. Ziel des Workshops war es, sich der historischen Quelle gemeinsam mit Swahili-Sprecher*innen und Sprachexpert*innen zu nähern und den heutigen Umgang mit Materialien aus kolonialen Kontexten zu diskutieren. Der Workshop fand im Januar 2019 am Institut für Europäische Ethnologie statt. Die Konzeption, Realisierung und Auswertung hat Irene Hilden, Doktorandin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, gemeinsam mit der Ethnologin und freien Übersetzerin Jasmin Mahazi durchgeführt.

Insgesamt nahmen sechs Teilnehmende mit verschiedenen Forschungshintergründen an dem Workshop teil. Die Teilnehmer*innen waren dazu eingeladen ihre Höreindrücke zu schildern, mit denen der anderen zu vergleichen und darüber ins Gespräch zu kommen. Die unterschiedlichen fachlichen Expertisen, aber auch subjektive Perspektiven waren für die Diskussion und anschließende Auswertung sehr gewinnbringend. Die Hörenden waren sich einig darin, dass die Tonaufnahme sensibel zu behandeln ist und nicht öffentlich ausgestellt werden sollte, da der Aufnahmeinhalt kulturell sensible Informationen enthält und die Entstehung der Aufnahme unter ungleichen Machtverhältnissen stattfand.

Mehr Informationen zu den Erkenntnissen des Workshops findest Du hier.

Impressionen